USA – SÜDWEST

USA West 2010

StepMap USA West 2010

 

 

Samstag

09.10.2010

Nach dem frühen Aufstehen (3.30 Uhr), bestiegen wir im Dunklen in Düsseldorf den britischen Flieger um 7.15 Uhr. British Airways transportierte uns nach London, dort stiegen wir nach einer intensiven erneuten (!) Sicherheitskontrolle in einen anderen riesigen Flieger, der uns über den großen Teich nach Los Angeles beförderte.

Ein wolkenfreier blauer Mittagshimmel begrüßte uns um 12.30 Uhr in Kalifornien. Im nahen Hilton Airport Hotel checkten wir eine Stunde später ein; das Hotel war nicht zu teuer und bot mit ADAC-Mitgliedskarte gute Nachlässe, als auch einen kostenfreien Abholservice des WOMO-Verleihers.

Am späteren Nachmittag suchten wir den öffentlichen Bus auf; das ist fast eine Rarität, da kaum amerikanische Kommunen über ein Netz des öffentlichen Nahverkehrs verfügen. Die nicht lange Fahrt führte uns ans Meer. Wir stiegen in Santa Monica aus und bummelten Venice Beach ab. Dort gibt es viele skurrile Typen und Individuen: Seien es die Bodybuilder auf dem Bürgersteig des Muscle Boulevard oder die tätowierten Basketballer sowie die etlichen Surfer.

Da der Jetlag doch seinen Tribut forderte, ging es bald zurück ins Hotel – schließlich war es europäisch und der inneren Uhr entsprechend schon nach Mitternacht! Dort konnten wir nicht mehr gegen die Müdigkeit ankämpfen und fielen um 19.30Uhr in die Falle. Beim Einschlafen konnte man aus dem Bett noch die startenden Flieger des LAX beobachten.

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Los Angeles, Hilton Airport Hotel
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LA, Venice Beach

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LA, Santa Monica

 

Sonntag

10.10.2010

Per günstiger U-Bahn und über LA-Downtown anreisend steuerten wir die Universal Studios in Hollywood an. Kurz nach 8 Uhr waren wir am Eingang und für schlappe 201$ durften wir die Einlasskontrolle passieren! Attraktive Aktivstationen, Shows und Spektakel (Waterworld) boten viel Abwechslung. Etliche Bühnenbilder berühmter Kinofilme, als auch Drehstätten von Serien konnten wir entdecken.

Über Hollywood ging es langsam wieder zurück, nicht ohne beim berühmten Theater vorbeizuschauen und den Boulevard abzulaufen und an einigen Steinplatten der sogenannten Filmsternchen zu verharren.

Nach einem erfrischenden Jacuzzibad im Dämmerlicht auf dem Hoteldach ging ein toller Tag zu Ende.

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LA, Hollywood Universal Studios

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Hollywood Boulevard

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Montag

11.10.2010

Früh (5.30 Uhr) ging es aus den Betten, denn das Shuttle, welches uns zum WOMO-Verleiher brachte kam sehr zeitig (7 Uhr). Etliche Hotel wurden von diesem abgeklappert, auf einige Kunden musste lange gewartet werden und nach ein bißchen Stau auf LAs Highways kamen wir im Osten LAs beim WOMO-Vermieter an. Die Übergabe zog sich sehr hin, da es viele Fahrzeuge waren, die neu mit Familien beschickt wurden. Um 11.30 Uhr hatten wir dann endlich das Lenkrad in unseren Händen :); nun begann die wahre Reise.

Das Fahrzeug war für europäische Verhältnisse groß, für amerikanischer eher klein. Interessant war der leistungsstarke und durstige V6-Ford-Motor, da so viele PS unter unseren Schuhen noch nie anzutreffen waren. Unser erster Weg führte uns zu einem großen Supermarkt, da wir noch keine Lebensmittel eingebunkert hatten und auch noch diverse Einrichtungsgegenstände einkaufen mussten. Sicherlich kann man alles auch als Rüstpaket beim Verleiher anmieten, doch wir fanden es wirtschaftlicher, Töpfe und einfache Pfannen zu kaufen, da es nur 10 Tage halten musste. Geschirrtücher, Besteck, Handtücher und Schlafsäcke hatten wir im Gepäck. Der finanzielle Vorteil war dreistellig!

Über große Highways zog es uns nach Osten. An der Stadtgrenze LAs wurde es gleich wüstenartig, ebenfalls mit 35,9°C auch passend warm und bis zum NP Joshua Tree war es nicht weit. Aufgrund des Jetlags sollte die erste Tagesstrecke auch nicht zu weit sein. Wir steuerten einige Outlocks an, sahen unter uns den für die Entstehung der dortigen Erdbeben berüchtigten Andreasgraben und unternahmen einen kleinen 45-minütigen Walk. Joshua Trees, Kakteen und eine lebendige Tierwelt beglückte uns. Wir wollten noch ein paar Meilen machen, rollten im Dunkeln auch los und wir fuhren durchs Nirgendwo, denn Erlebnis und Karte deckten sich nicht. Wir vermuteten ein Militätsperrgebiet und irgendwo parkten wir dann an einer Tankstelle in Needles ein. Um 21 Uhr fielen wir in den Schlaf.

327 Miles

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Windpark in der californischen Wüste

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Joshua Tree NP; Blick auf den St.Andreas-Graben im Süden
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Joshua Tree NP, Joshua Tree-Bäume

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Dienstag

12.10.2010

Nach ein paar Meilen und dem Fahren der kaum noch vorhandenen alten ROUTE 66 hielten wir in Oatman. Es war noch zu Morgendämmerungszeiten. Oatman war sehenswert, da schon vieles Klischeehaftes nett arrangiert zu entdecken war.

Noch vor Noon erreichten wir den schon von zu Hause aus reservierten & bezahlten Campingplatz am Grand Canyon; die Reservierung wäre im Oktober allerdings nicht nötig gewesen. Das Mittagsessen nahmen wir draußen im prallen Sonnenschein ein. Nachmittags gingen wir zum South Rim/Hermit Road, das ist der Weg entlang der Abbruchkante des Canyons. Wir schlenderten nach Westen bis der Sonnenuntergang (17.55 Uhr) zügig das Licht ausknipste; Antilopen und Elchkühe knabberten völlig entspannt am Wegesrand ihr Grün. Mit dem kostenfreien Shuttle ging es ab Mohave Point zurück ans Visitor Centre.

227 Miles

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Oatman am alten Highway 66, am frühen Morgen

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Highway 180 auf dem Weg zum Grand Canyon NP

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Grand Canyon, Blick vom South Rim

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Mittwoch

13.10.2010

Noch während der Morgendämmerung aus dem Wagen raus und an der Canyonkante auf den Sonnenaufgang (6.34 Uhr) gewartet. Ein himmlicher Moment. Größtenteils völlige Stille und dann immer mehr spannendes Vogelgezwitscher. Dann kletterten langsam, im warmen orangenem Licht die Bergsilluetten die Felswände hoch.

Auf dem Weg zum Lake Powell stoppten wir nachmittags am Horseshoe bend des Colorados. Der Bogen ist so gewaltig, dass das Weitwinkelobjektiv es nicht schaffte. Er liegt nah am Highway 89 und man muss dann noch etwa 15 Minuten durch die Ödniss zu Fuß stapfen. Oben an der irren hohen Kante ist man ganz allein.

Von dort ist es nicht mehr weit bis Page.

Check der Örtlichkeit in Page für den Folgetag und dann ins Nahe Utah gewechselt und am Ufer des Stausees Wahweap Bay direkt am Wasserrand eingeparkt. Der primitive Campingplatz Lone Rock Beach Camping ist ohne Stelplatzmarkierungen und man ist total frei bei der Platzwahl. Neben uns ein nettes Päarchen mit deutschem Womo aus Niedersachsen auf großer Fahrt; pro Fahrzeug nur 10$ Übernachtungskosten!

Das Wetter war so spitze, dass wir erst mal ins 23°C warme Wasser gehüpft sind! Abends unterm Sternenhimmel lange gesessen, gequatscht und das Leben genoßen.

163 Miles

 

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Grand Canyon, Morgendämmerung auf der Südseite

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Amerikanischer Pick-up-Camper; ein schräges und cooles Wohnmobilkonzept, welches wir hier ertsmals entdeckt haben
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Horseshoe Bend am Colorado

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Lone Rock Beach Primitive Camping (UTAH)
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Wahweap Bay

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Donnerstag

14.10.2010

Rüber nach Page und dort früh für die Tickets für den Antelope Canyon angestanden. Vom Ticketverkauf (84$) dann auf dem Shuttle zum Canyon gebracht worden. Die Fahrt war luftig. Wir saßen 20 Minuten auf der offenen Pritsche eines riesigen Pickups. Im Antelope Canyon dann hin und her gestromert. Leider war es doch sehr voll.

Über die Highways 89, 160 und 163 ging es ins Monument Valley. Dort am Nachmittag bei bestem Fotolicht eingetroffen. Die Durchfahrt mit dem Womo fiel aus, der der Feldweg zu grob und unser Fahrzeug zu lang war. Wir hätten dauernd aufgesetzt. Also am Wegesrand geparkt und gekocht und mit grandioser Aussicht gut gespeißt.

Abends noch über Moab bis zum Arches NP, so weit war gar nicht unser Plan gewesen. Im Dunkeln dort im Park einfach auf einem Parkplatz, in der Nähe von Wolfes Ranch, gestanden und vom Ranger unbehelligt ruhig kostenfrei genächtigt.

206 Miles

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Eingang Antelope Canyon, ARIZONA

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Auf dem Weg zum Monument Valley

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Monument Valley, UTAH

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Freitag

15.10.2010

Um 7.15 Uhr das Fahrzeug verlassen und im Dämmerlicht rauf zum Delicate Arche. Nach 35 Minuten kommen wir an und wir sind dann beim Sonnenaufgang nicht allein gewesen. Steuern mit dem Womo noch ein paar Punkte ab und steigen noch mal beim Double Arch auch aus. Am späten Vormittag zogen uns die anderen Highlights schon weiter. Am Interstate 90 tankte ich. Das wäre nicht ungewöhnlich, aber erstens war der Kaffee dort kostenfrei, freute die Beifahrerin und zum zweiten musste ich im Atlas markieren, woher ich Europäer stammte!!

Gegen 17 Uhr im Bryce Canyon NP eingetroffen und einen Walk vom Sunrise Point gestartet. Nach 90 Minuten hatten wir Navajo Loop und Queens Garden Trail erfolgreich und beindruckt gemeistert. Ein par Meilen noch westwärts getuckertund noch einen heftigen Beinahecrash erlebt. In der Dämmerung sprang auf einmal eine Waipitikuh neben der Motorhaube parallel daher. Irgendwie schaften wir eine spontane Vollbremsung und es ging glücklich aus, sowohl Tier , als Fahrzeug samt Insassen blieben ohne Schaden. Vor dem Zion NP-Areal an einer Straßensperre am Wegesrand frei gestanden.

372 Miles

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Morgens vor dem Sonnenaufgang am Delicate Arche, Arches NP

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Arches NP

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Arches NP, Finger Rock

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Arches NP; Double Arch
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Gerade durch die Einöde auf dem Interstate 70

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Picknickpause am Highway 89

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Bryce Canyon NP

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Am Highway 9

Samstag

16.10.2010

Nach dem 15$-Obolus für eine Tunneldurchfahrt durften wir bewaffnet mit einem „Staffelstab“ einfahren. Da das Womo so voluminös war, mussten wir mittig fahren und der Gegenverkehr war durch die Ranger per Funk gesperrt worden. Mit Abgabe des Stabes am anderen Ende wurde der Tunnel wieder auf Normalbetrieb umgestellt.

Die Landschaft, die wir erspähen konnten war wirklich schön. Eigenartige Felsformationen und tolle Landschaften werden uns wohl noch einmal wiedersehen. Heute stiegen wir nicht im NP aus. Las Vegas lockte.

Zuerst passierten wir die Wüste und dann fuhren wir den berühmten Las Vegas Strip mit dem Fahrzeug einmal quer rauf und runter. Dann am KOA-CP des Hotels Circus Circus eingeparkt: Schlappe 60$ wollten die von uns haben, da ja Samstag war! Hier lernten wir das amerikanische Full Hook-up-System kennen. Direkt am Stellplatz befinden sich alle Anschlüsse, als auch das Abwasserloch. Das Schwarzwasserschläuchlein – etwa 4m lang – machte Stress und es war eine Scheißarbeit!!! Zum Glück gab es einen Pool; nicht bevor alle Hände gewaschen wurden 😉

Dann zogen leider Wolken auf. Daher probierten wir den hauseigenen Ofen aus und ließen uns die Pizza gut schmecken. Mit der Klimanlage wurde eine weitere technische Errungenschaft heute ausprobiert und angelassen. Mit dem öffentlichen Bus, erst im dritten Fahrzeug war Platz für uns, fuhren wir den Strip entlang und stiegen am Luxor Hotel aus. Von da an schlenderten wir Richtung Circus Circus; am Ende des Abends liefen wir sogar alles zu Fuß ab. Es waren etliche Kilometer, aber imposanteund abwechslungsreiche! Hard Rock Cafe, Bellagio mit Wasserorgelkonzert, Cesar Palace, Vulkanausbruch am Mirrage, Piraten-Show, das Venetien ließen den Weg nie langweilig werden. Shoppten noch bei Banana Republic und speisten abschließend gegen 23 Uhr im Dennys. Zu zweit noch in die Casinoebene des Circus Circus rein. Insgesamt verzockten wir 3 Dollar und verstanden bei einem Blick nach oben auch den Titel des Hotels. Kaum beachtet turnten weit oben Artisten an Recks und Seilen und gaben eine gute Show. Die meisten Gestalten am Boden hatten allerdings nur Augen für ihre Gewinne/Verluste. Wir saßen noch lange draußen bei Wein vorm Womo.

183 Miles

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Blick von unserem freien Standplatz aus dem Fenster auf den Zion NP
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Zion NP
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Zion NP, im Wartebereich vor dem Tunnel

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Wüste östlich von Las Vegas
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Las Vegas von Osten

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Circus Circus; Hotel, Casino und Campingplatz

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Las Vegas, Strip

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Ein typischer RV (Recreational Vehicle) mit Slide-out der Amerikaner, hinten ist ein PKW angehangen, steht an einem full hook-up-Stellplatz des CP Circus Circus

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Las Vegas, Bellagio

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Las Vegas, Volcano

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Sonntag

17.10.2010

Süßes spätes amerikanisches Donut-Frühstück bei 27°C und kleiner Pollbesuch. Da das Wetter bedeckt war, Sturm des Premiums Outlets am Stadtrands Las Vegas. Bei Regenschauern und heftigem Gewitter dann weiter und irgendwann kurz vor der californischen Staatsgrenze an einem Casino eingeparkt und dort auch frei genächtigt.

etwa 100 Miles

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Montag

18.10.2010

Um 8Uhr rollte der Wagen und gegen 9 Uhr stoppten wir bei Dantes View im Death Valley. Dort oben gefrühstückt und dann über Devils Golfcourse nach Badwater. Diese Stelle liegt 89 Meter unter NN; also 89 Meter unter dem Meeresspiegel. Dann geschah etwas sehr seltenes. Mitten im Tal des Todes, einem der trockensten Orte Nordamerikas öffnete sich der Himmel und es fing an zu regnen! Zwischen den Salzkrusten auf der Erde bildeten sich kurz Wasserlachen.

Es geht nun weiter nordwärts. Neben der Straße sind die ersten Schneespitzen im Gebirge erkennen. Es wid höher und höher. Wir sind nun über 8000 Fuß hoch und es wird rapide kälter. Wir parken im Dunkeln am Wegesrand ein und beenden dort irgendwann den Tag.

etwa 360 Miles

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Death Valley NP, CALIFORNIA
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Death Valley, Blick auf Devils Golf Course

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Parplatz im Death Valley bei Badwater, oben rechts ein kleines Schild am Berg; das ist die Meereshöhe des Pazifiks!
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Regen im Tal des Todes

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Dienstag

19.10.2010

Es ist saukalt und Raureif ist sichtbar. Nach drei weiteren Meilen und einem 21$-Aderlass sind wir am Ziel. Die aufgegebene Stadt Bodie liegt für uns. Man hat den Eindruck, dass gestern alle Hals über Kopf abgereist sind, denn alles an Gebäuden samt Inventar ist noch da. Lediglich ein kleiner Zeitsprung von 60 Jahren ist erkennbar, wenn man sich die Einrichtungsgegenstände genauer betrachtet. Ein irrer und spannender Ort. Keiner verbietet etwas und es ist z.T. echt makaber.

Wir starten den Motor und fahren ein Stück zurück und dann biegen wir nach Westen ab. Der Tioga-Pass ist nun die Etappe und die Sonne kehrt zurück. Oben auf 3030m Höhe lag noch oder schon Schnee. In Europa wird man kaum fündig, Strecken zu finden, wo man mit dem Wagen so hoch noch fahren kann und darf. Wie außergewöhnlich hoch wir waren, zeigte ein Blick in unsere Vorräte. Die Chipstüte war gespannt und faltenfrei; bei unseren Fahrzeuginsassen trat der Effekt nicht auf. Der geringe Luftdruck hatte die Tüte ganz aufgbläht! Bei den Menschen blieb zum Glück auch diese Auswirkung aus! Langsames Vorwärtskommen im Yosemite NP, die Strecke ist kurvig und unübersichtlich. Gegen 17 Uhr parken wir auf dem vorreservierten Pines CP ein. Rings um uns riesige Redwoods und ein Metallkäfig, in dem man alles Bärensicher verstauen soll und kann! Kleiner gemütlicher Bummel zum Mirror Lake. Abends Lagerfeuer am eigenen Stellplatz und Marschmellows am Stock gebacken.

122 Miles

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Bodie, CALIFORNIA

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Yosemite NP

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Mitwoch

20.10.2010

Durch das tiefe Tal dauerte es lange bis es hell wurde. Gegen 10 Uhr starten wir unseren Trip zum Nevada-Fall. Insgesamt 12 Kilometer mit 600 Höhenmetern forderten uns in den nächsten 5 Stunden. Die Tour war gut, die Sonne kaum raus, etliche dreiste Eichhörnchen begleiteten uns und auch beide Wasserfälle waren imposant.

Striffen noch durchs Yosemite Valley und am Womo entzündeten wir erneut ein zunftiges Lagerfeuer. Gegen 19.30 Uhr brach Hektik teils Panik in den umliegenden Womos aus. Alle flitzten aus ihren RV & Womos raus und brüllten lange „Bear, bear“. In der Nähe war wohl ein Braunbär gesichtet worden und mit dem Rufen und schlagen auf alle möglichen Campingtöpfe und -pfannen wurde er lautstark verjagt!

0 Miles

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Yosemite NP, Half Dome

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Yosemite NP, Nevada-Fall

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Yosemite NP

Donnerstag

21.10.2010

Im Dunklen um kurz nach 6 Uhr starteten wir den Wagen, denn heute war leider noch viel Strecke vor uns. Schon um 7.30 Uhr parkten wir bei Mariposa Groove ein. Dort wachsen die imposanten und hohen Sequias in den Himmel Kaliforniens. Ein Baumriese misst etwa 84 und wir wanderten dorthin, am California Tunnel Tree drehten wir dann wieder um, denn Wandern ohne Frühstück ist ungesund 😉

Irgendwann verließen wir das kurvige Bergland des NP und nun kamen wir auch schneller voran. Mittags stoppten und shoppten wir in Gilroy. Dort hatte das Premium Outlet eine magische Anzeihungskraft auf uns. Danach steuerten wir auf die Pazifikküste zu.

An der sagenhafte und zum Glück menschenleeren Big Sur hielten wir oft an, um das Spiel der Wassergewalten und des Windes am Ufer zu bestaunen. Leider waren auch ein paar Wolken dabei. An der bekannten Spannbrücke Bixby Bridge bot uns ein Basement Jumper eine Kostprobe seinen Könnens. Am berühmten Pfeiffer Beach hielten wir an. Bei schönem Abendlicht schlenderten wir in Muße entlang und genoßen die Abendstimmung am ins Meer fallenden Wasserfall. Der von uns angepeilte Campground Kirk hatte leider schon zu , so dass wir umdrehten und auf den CP Limekiln zufuhren. Im Dämmerlicht fuhren wir vor und mussten beim unfreundlichen Ranger 35$ berappen. Auf einem leicht schrägen Notplatz durften wir bleiben. Im Restlicht gingen wir runter zum Pazifik und schauten den massiven Wellenbrechern zu, die dort am Strand aufschlugen.

315 Miles

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Yosemite NP
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Yosemite NP, liegender Riesenmammutbaum

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Tunnel Tree

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Big Sur, CALIFORNIA

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Basement Jumper an der Bixby Bridge

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Pfeiffer Big Sur State Park

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Freitag

22.10.2010

Um 8 Uhr setzten wir uns in Bewegung und gegen 9 Uhr parkten wir mit tollem Strandblick am Straßenrand des Highway 1 ein und frühstückten gut. Bald begann es zu nieseln. Nach dem Hw1 fuhren wir auf den Interstate 280 direkt nach San Fransisco hinein. Nun nieselte es nicht mehr, es waren Schauer, die niedergingen. Erstes Ziel war nun im zentralen Bereich von SF einen geeigneten Parkplatz zu ergattern. Für 20$ fanden wir einen in der Nähe von Pier 33. Wir steuerten direkt auf Pier 39 zu, denn die Seehunde würden dem Wetter sicher trotzen. Und siehe da, so war es auch. Erst roch man sie, dann konnte man sie hinter den Tourimassen auch erspähen. Nach einem Bummel durch die touristischen Pieranlagen wendeten wir uns Richtung Stadt und suchten das Cable Car auf. Das erste Cable Car war kaputt. Aber dann nahmen wir eins, welches direkt durch Chinatown führte und erst an der Endstation stiegen wir aus.

Ein kleiner Shoppingstopp bei einem feinen Wäschebekleider folgte und dann waren wir auch bald wieder an unserem Womo. Im Wagen ging es nun zur steilsten Straße. Die Lambert Street geht im zickzack ganz steil runter. Für unser langes Fahrzeug viel zu eng. Nicht zu lang war unser RV für die berühmte Golden Gate Bridge. In der Dämmerung ging es nordwärts rüber und dann machten wir erstmal Futterpause. Schossen ein paar Fotos und im Dunkeln erfolgte für 6$ die Rückfahrt wieder zurück. Nach einer winzigen Irrfahrt in San Francisco überrollten wir die Bay Bridge und erreichten den Interstate 880. In San Leandro parkten wir in der Nähe der U-Bahnstation Martinez Street für die Nacht frei ein. Koffer packen und „Klar Schiff machen“ war angesagt.

228 Miles

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San Francisco, Alcatrez-Insel

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San Francisco, Pier 39

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San Francisco, Pyramide Tower

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San Francisco, Beginn Lambert Street

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San Francicso, Chinatown

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San Francisco, Golden Gate Bridge

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Samstag

23.10.2010

Um 7 Uhr aus den Ferdern und final alles verpackt. Noch mal gefegt und um 10 Uhr losgerollt und den Wagen abgegeben. Ohne Mängel und mit ein bißchen Rabatt für die nicht ganz perfekte Matratze verließen wir zufrieden das Verleiherbüro. Per Shuttletaxi wurden wir zum Airport kutschiert. Nun hieß es warten, draußen regnete es mittlerweile und das machte uns den Abschied etwas leichter, denn von 11.30 Uhr bis zum Boarding um 16.25 Uhr war es lang.

keine 10 Miles

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Sonntag

24.10.2010

Wir landeten in Londen zwischen und hatten einen längeren Aufenthalt, den wir aber nicht für eine Exkursion nutzen. Um 15.50 Uhr landeten wir in Düsseldorf sicher und waren mit dem ÖPNV bald wieder in unserer Heimatstadt. Gegen 18.50 Uhr schlossen wir unsere Haustür wieder auf und hatte eine grandiose, sichere und lange Reise gut und heil beendet.

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